Die Sache mit der Zauberei

Irgendwann musste es soweit kommen: Die Redaktion schickt mich an den internationalen Zauberkongress nach Grenchen. Da treffen sich die besten Zauberer der Welt. Glitzernde Zylinderhüte, weisse Handschuhe und viel Show. Das ist, ehrlich gesagt, nicht so meine Welt. Aber gut – ich setze mich in den rappelvollen Event-Saal vom Parktheater Grenchen. In die hinterste Reihe. Meine Brille liegt, vergessen Zuhause auf meinem Nachttisch.

Da begrüsst der Moderator das Publikum. Er erzählt eine gefühlte halbe Stunde lang von der Zaubergilde. Das ist der Zauberverein, wo nur die Besten der Besten reinkommen. Dann ist es endlich soweit: Der Deutsche Zauberer Dostal mischt die Karten und legt sie auf einem kleinen Holztisch aus – ein Raunen geht durch die Reihen. Das Publikum klatscht. Ich bleibe ratlos. Von der hintersten Reihe aus sehe nicht genug, um die Kartentricks zu verstehen. Und schon betritt Red Star die Bühne. Mit knallrot gefärbten Haaren. Red Star jongliert Bälle. Versteckt sie. Das ist bestimmt schwierig, aber nach zehn Minuten Bälle jonglieren reicht es mir. Doch das Publikum klatscht wie wild. Es gibt nur einen kurzen Moment, wo ich mich eins fühle mit dem Publikum. Denn der Bauchredner will wohl lustig sein – erntet aber wenig Lacher.

Dann ist es geschafft. Das Licht geht an. Ich sehe strahlende Gesichter und rote Backen. Das Paar neben mir ist begeistert. Ich frage mich woran es liegt. Sind die Leute geblendet, weil die Weltelite der Zauberer ins kleine Grenchen gekommen ist. Oder liegt es an mir? Die Welt der Zauberer hat mich schon als Kind nicht verzaubert. Oder vielleicht liegt es einfach daran, dass ich schon als Kind ohne Brille fast nichts gesehen habe?

Die Reporterin auf dem Weizenfeld

Der Sommer ist trocken und heiss – da leiden die Seeländer Bauern sicher. Wir gehen raus und machen was! Ein Entscheid der Redaktion und es heisst für mich: Raus aufs Weizenfeld. Zu einem Weizenbauern im Seeland. Hört sich eigentlich ganz gemütlich an. Doch schon bald fahre ich auf den Seeländer Weizenfeldern rum. Den Bauernhof finde ich aber nicht. Und das Navigationsgerät, war ja klar, kennt den Bauernhof auch nicht. Zum Glück hat „mein“ Bauer sein Handy dabei und lotst mich auf seinen Hof.

Dort steht schon eine säuerlich dreinschauende Bäuerin. Und ich merke, dass ich mit meinen Lederschuhen völlig unpassend gekleidet bin. Ich stelze über den staubigen Kiesweg zur Terrasse. Dort erwartet mich ein ausgesprochen freundlich strahlender Bauer. Ich klaube meinen Fragezettel hervor. In der Hoffnung, dass der freundliche Bauer mich nicht als absolute Landwirtschaftsbanausin entlarvt. Ich frage und frage. Rede von Weizenernte, Fruchtfolgen und Trockenheit. Doch der freundliche Bauer winkt ab. Für ihn ist die Sache einfach: „Das Wetter macht ja eh was es will.“

Hier gehts zum Radio-Beitrag.

„Das neue Wasserkraftwerk ist ein Ausflug wert“

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Einweihungschmuck beim Wasserkraftwerk Hagneck

Nach vier Jahren sind die Bagger weg. Nur noch der Kran erinnert an die Bauarbeiten für das neue Wasserkraftwerk in Hagneck. Jetzt ist das Wasserkraftwerk bereit, um noch mehr Strom für die Bielerinnen und Bieler zu produzieren. Ich war bei der Eröffnung dabei:

Brücke zum Wasserkraftwerk Hagneck
Brücke zum Wasserkraftwerk Hagneck

„Ohne Strassenhockey-Feld haben die Jungen keine Zukunft“

Strassenhockey Quelle: Bieler Tagblattd
Strassenhockey, Quelle: Bieler Tagblatt
 
Der Countdown der Bauarbeiten läuft. Schon bald dürfen die Strassenhockeyaner von Grenchen auf einem neuen Feld trainieren. Der Strassenhockey-Club SHC Grenchen-Limpachtal sieht im neuen Spielfeld seine ganze Zukunft. Auf der Baustelle erklärten mir die Sportler warum:
 
 
 
 
 
 

„Die Hitze hat den Weizen regelrecht gegrillt“

geernteter Weizen Symbolbild Quelle: Anna Armbrust
Geernteter Weizen Symbolbild, Quelle: Anna Armbrust
Die grosse Hitze anfangs Woche ist vorbei, doch die Seeländer Getreidebauern können noch nicht aufatmen. Denn die heissen Tage haben dem Weizen zugesetzt. Warum die Bauern trotzdem nicht die Nerven verlieren? Das hab ich sie gefragt und mein Redaktionskollege Bodo Frick liest es für mich:
 
Warum der Besuch auf dem Weizenfeld für mich als Reporterin so seine Tücken hatte: Hier.

„Alte Leute sollten nicht planlos über die Strasse gehn“

Ältere Frau unterwegs auf der Strasse Symbolbild
Ältere Frau unterwegs auf der Strasse Symbolbild, Quelle: Anja Osenberg
Eine ältere Dame überquert mit unsicheren Schritten den Fussgängerstreifen. Sie schaut auf ihre Füsse, nicht auf die heranfahrenden Autos. Gerade ältere Leute leben gefährlich als Fussgänger, findet die Stadtpolizei Grenchen. Und plant darum eine Aktion, um Senioren fit zu machen für den Strassenverkehr. Die 80-jährige Elisabeth Grunder hat auf der Strasse überhaupt keine Probleme. Sie wohnt im Ruferheim in Nidau und hat mir erzählt, warum sie gerne auf den Nidauer Strassen unterwegs ist:

„Nach Paris lässt du das Kopftuch zu Hause“

Frauen mit und ohne Kopftuch beim Stadtbummel Symbolbild
Die Terror-Anschläge von Paris hinterlassen grosse Schäden. Bei den Opfern und deren Angehörigen. Aber auch das Leben der Muslime wird schwieriger, die sich von den Terror-Anschlägen distanzieren. Was das für ihren Alltag bedeutet, erzählt Tuncay Kaptan. Der zweisprachige Bieler ist Lehrer, Muslim und macht beim „Runden Tisch der Religionen“ mit. Er hat mir erzählt, dass ihn die Pariser Anschläge persönlich getroffen haben:
 
 

„Ich hätte nie gedacht, dass die SVP mich als Regierungsrat aufstellt“

Pierre-Alain Schnegg Quelle: rjb.ch
Pierre-Alain Schnegg, Quelle: rjb.ch
Die Berner SVP schickt zwei Kandidaten ins Rennen um die Ersatzwahl vom Regierungsrat. Es sind die Grossräte Lars Guggisberg und Pierre-Alain Schnegg. Der Bernjurassier Pierre-Alain Schnegg kommt aus dem kleinen Dorf Champoz. Im Interview erzählt er mir, warum er nie damit gerechnet hatte, von der SVP als Regierungsrat aufgestellt zu werden:

„Ich wüsste nicht was machen ohne Trolleybus!“

Einer der ersten Bieler Trolleybusse Quelle: Tanja Lander, Bieler Tagblatt
Einer der ersten Bieler Trolleybusse steht für Besucher bereit. Quelle: Bieler Tagblatt
Er quietscht weniger laut als ein Tram und fährt die Leute von A nach B. Der Trolleybus: Das sind die Busse, die statt mit Diesel mit Strom fahren und darum Leitungen auf dem Dach haben. In Biel fahren die Trolleybusse seit 75 Jahren. Dieses Jubiläum feierten die Verkehrsbetriebe mit einem Fest auf dem Zentralplatz. Dabei durfte die Besucher in einem der ersten, roten Trolleybusse mitfahren. Auch ich bin eingestiegen:
 
Biel war die erste Stadt der Schweiz, die vom Tram auf den Trolleybus umgestiegen ist.